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Inklusive Arbeitswelt

Inklusionspreis „JobErfolg“

Mit dem „JobErfolg“ werden Arbeitgeber in Bayern geehrt, die sich beispielhaft für Inklusion in der Arbeitswelt einsetzen. Das Interesse ist groß; zu den Preisträgern gehören Arbeitgeber aus Privatwirtschaft und öffentlichem Dienst, vom kleinen Familienbetrieb über die Stadtverwaltung bis zum Konzern. Landtag, Sozialministerium und Behindertenbeauftragte verleihen die Auszeichnung jedes Jahr im Dezember gemeinsam.

Gruppenfoto: die Initiatoren und Mitwirkenden des Inklusionspreises „JobErfolg“.

Miteinander zum „JobErfolg“

Alle Arbeitgeber in Bayern, die Inklusion herausragend und beispielhaft (vor-)leben, können sich um den „JobErfolg“ bewerben bzw. für die Auszeichnung vorgeschlagen werden.

Bewertet werden Zahlen und Fakten wie die Beschäftigungsquote. Auch Strategien und Strukturen betrachtet die Jury: Wie ist das betriebliche Eingliederungsmanagement organisiert? Engagiert sich der Arbeitgeber besonders für ältere Menschen mit Schwerbehinderung und/oder für Frauen mit Behinderung? Bildet er Jugendliche mit Behinderung aus?

Aha!

Ihr Betrieb ist zu klein für den Wettbewerb? Kann nicht sein. Auch wenn Sie z. B. als Familienbetrieb mit zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern „nur“ einen Menschen mit Behinderung beschäftigen, sind Sie herzlich willkommen, sich zu bewerben. Denn Sie tun zum einen mehr, als Sie müss(t)en (die Pflichtquote gilt erst ab 20 Beschäftigten). Und wenn Sie das Miteinander so leben und pflegen, dass es dem Betrieb und den Beschäftigten mit und ohne Behinderung nützt – dann kann die Jury schon viele Häkchen setzen.

Jedes Jahr werden ein Wirtschaftsunternehmen und ein Arbeitgeber aus dem öffentlichen Dienst ausgezeichnet; hinzu kommt jeweils ein Ehrenpreis. Die Jury ist vielfältig besetzt. Ihr gehören Vertreterinnen und Vertreter des Landtags, der Behindertenbeauftragten, des Sozialministeriums, der Arbeitgeber- und der Arbeitnehmervereinigungen (jeweils sowohl des öffentlichen Dienstes als auch der Privatwirtschaft) und der kommunalen Spitzenverbände an.
Sie möchten 2017 dabei sein? Hier finden Sie alle Infos zum Wettbewerb.

„JobErfolg“ 2017: Jetzt bewerben!

2017 startet der „JobErfolg“ in die nächste Runde. Auf der Website des ZBFS finden Sie alle Infos, die Bewertungskriterien und das Bewerbungs- bzw. Vorschlagsformular.

Zu den Wettbewerbsinfos beim ZBFS

 

Aha!

Sie meinen, Sie seien als Arbeitgeber nicht „typisch“ genug? Also, für die Jury können die teilnehmenden Unternehmen gar nicht verschieden genug sein! Unter den Preisträgern finden sich eine Polizeiinspektion, eine Buchdruckerei, ein Hersteller von Spielplatzgeräten, ein Flughafen, eine Uniklinik, ein Friseursalon und eine Bäckerei neben Konzernen und Kommunen. Ganz nach dem Inklusions-Motto: „Verschiedensein ist ganz normal!“

Die Gewinner 2016: wir gratulieren!

Der „JobErfolg“ wird jährlich vergeben – traditionell wird neben einem öffentlichen Arbeitgeber ein privatwirtschaftlicher Betrieb ausgezeichnet und ein Ehrenpreis verliehen. Lernen Sie die Preisträger von 2016 in den Videos kennen.

ZF Friedrichshafen am Standort Passau

Der Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen am Standort Passau zeigt: Inklusion muss nicht teuer sein, oft genügt schon etwas Erfindergeist. Die Arbeitsplätze wurden hier gemeinsam mit den Beschäftigten mit Behinderung ergonomisch gestaltet. Mehr erfahren Sie im Video:

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Polizeipräsidium Oberfranken in Bayreuth

Das Polizeipräsidium Oberfranken in Bayreuth räumt mit Vorurteilen auf und schätzt Leistung und Einsatz der Mitarbeiter mit Schwerbehinderung. Die Beschäftigungsquote liegt hier bei über acht Prozent. Alle Fakten gibt’s im Video:

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Kosmetikvertrieb cobicos in Landshut

Auf die Sichtweise kommt es an: Im Kosmetikvertrieb cobicos in Landshut werden Mitarbeiter mit Behinderung als Bereicherung gesehen. Sehen Sie mehr dazu im Video:

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Die Auszeichnung der drei Preisträger fand am 2. Dezember 2016 im feierlichen Rahmen statt. Der Bayerische Landtag, das Bayerische Sozialministerium und die Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung verliehen im Historischen Rathaussaal in Nürnberg zum zwölften Mal den Inklusionspreis. Eindrücke der Veranstaltung finden Sie in unserer Bildergalerie.

Bildergalerie: Preisverleihung des „JobErfolg“ 2016

Gruppenfoto: Barbara Stamm und der Preisträger Polizeipräsidium Oberfranken bei der Urkundenverleihung.

Gewinner im Bereich Öffentlicher Dienst ist das Polizeipräsidium Oberfranken in Bayreuth. Im Bild (hintere Reihe v. l.): Reinhard Kunkel, Oberfrankens Polizeipräsident, Schwerbehindertenvertreter Wilfried Körber, Landtagspräsidentin Barbara Stamm und Mitarbeiterin Kerstin Schreppel (vorne).

Gruppenfoto: Emilia Müller und der Preisträger ZF Friedrichshafen bei der Urkundenverleihung.

Der Inklusionspreis in der Kategorie Privatwirtschaft geht an den Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen am Standort Passau. Emilia Müller überreicht Roland Biebl, Personalverantwortlicher bei ZF Passau (Mitte), die Urkunde. Mit dabei: Michael Habereder, verantwortlich für die Produktionssysteme in der Montage im ZF-Werk Patriching.

Gruppenfoto: Irmgard Badura und der Preisträger cobicos Landshut bei der Urkundenverleihung.

Den „JobErfolg“-Ehrenpreis erhielt der Kosmetikvertrieb cobicos Landshut. Im Bild (v. l.): Irmgard Badura, Behindertenbeauftragte der Staatsregierung, mit Geschäftsführerin Birgit Corall und den Mitarbeiterinnen Maria Fernández und Jutta Marktgraf.

Zwei Frauen bei einer Musikperformance.

Für das musikalische Programm sorgte die Band Blind & Lame.

Preisverleihung im Historischen Rathaussaal Nürnberg.

Die Preisverleihung des „JobErfolg“ 2016 fand im Historischen Rathaussaal in Nürnberg statt.

Schirmherr Matthias Jena redet am Podium.

Schirmherr des „JobErfolg“ 2016 war Matthias Jena, Landesbezirksvorsitzender Dachverband Bayern DGB. Er rief in seiner Rede dazu auf, Inklusion bereits im eigenen Kopf zu leben: „Es ist normal, verschieden zu sein.“

Alle Preisträger im Porträt

Auf der Website des ZBFS werden auch alle Preisträger seit Start der Verleihung im Jahr 2005 vorgestellt. Eine Kurzübersicht verlinkt zu Videoporträts des Bayerischen Sozialministeriums und des Sozialverbands VdK: zu den Preisträger-Porträts

Emilia Müller am Rednerpult.

„Menschen mit Behinderung eine Chance einzuräumen, ihnen einen Arbeitsplatz, einen Ausbildungsplatz zur Verfügung zu stellen, ist eine Win-win-Situation für beide Seiten“, sagte Arbeitsministerin Emilia Müller bei der Feier zur zehnten Verleihung des Inklusionspreises 2014.

Preisverleihung auf der Bühne.

Die Auszeichnung „JobErfolg“ wirkt nicht nur positiv ins Team, sondern ist auch ein Imagefaktor. Klar: Inklusiven Unternehmen traut man hohe soziale Kompetenz zu. Das kann auch einen Vorsprung im Wettbewerb um Fachkräfte bedeuten.

Gesprächsrunde auf der Bühne.

„Es ist eine Überzeugung, die von innen heraus kommen muss“, meinte Bayerns Behindertenbeauftragte Irmgard Badura (Mitte) im Rahmen der Jubiläumsfeier. Es gebe keine Gründe, Menschen mit Behinderung auszuschließen.

Barbara Stamm im Interview.

„Wenn man etwas will, findet man auch Wege“, bekräftigte Landtagspräsidentin Barbara Stamm. „Wir brauchen noch sehr viel mehr Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung.“

Mehr erfahren: Link- & Lesetipps

Miteinander arbeiten: Was bringt’s? Arbeitgeber, Personalverantwortliche, Beschäftigte mit Behinderung und ihre Kolleginnen und Kollegen fassen ihre Erfahrungen in einem Satz zusammen.

Erfahrungen: zur Galerie

Inklusion – wie machen Sie das? Wir haben Unternehmen und öffentliche Einrichtungen besucht, die erfolgreich inklusiv arbeiten.

Gute Beispiele: zu den Reports

Den nächsten Schritt tun – sind Sie dabei? Ihre erste Anlaufstelle für allgemeine Fragen und individuelle Beratung ist das ZBFS-Integrationsamt. Hier erfahren Sie mehr:

Über das ZBFS-Integrationsamt

Glossar

Beschäftigungspflicht; Pflichtquote

Private und öffentlich-rechtliche Arbeitgeber, die über mindestens 20 Arbeitsplätze verfügen, müssen auf wenigstens 5 Prozent der Arbeitsplätze schwerbehinderte Menschen beschäftigen (§ 71 Abs.1SGB IX).

Schwerbehinderung

Schwerbehindert ist ein Mensch, wenn der Grad seiner Behinderung (GdB) mindestens 50 beträgt. „Grad“ heißt: die Schwere der Behinderung. Ein GdB von 50 oder mehr bedeutet für den Menschen oftmals eine erhebliche Einschränkung (z. B. der Beweglichkeit oder Sehfähigkeit). Ab einem GdB von 50 können Betroffene einen Schwerbehindertenausweis erhalten, den es mittlerweile im modernen Scheckkartenformat gibt. Weiter lesen: zum Lexikoneintrag „Behinderung, Schwerbehinderung“